GM- und Ford-Lieferanten müssen ohne Kreditsicherung leben
Den Zulieferern von General Motors (GM) und Ford will der Kreditversicherer Euler Hermes keinen Schutz mehr gewähren. Nachdem die beiden amerikanischen Konzerne für das dritte Quartal erneut dramatisch schlechte Zahlen gemeldet haben und bei GM die Insolvenzgerüchte nicht verstummen wollen, hat der Versicherer beschlossen, deren Zulieferer nicht mehr gegen das Zahlungsrisiko zu versichern.
Damit bestätigen sich die Befürchtungen der deutschen Automobil-Manager, die am Mittwoch bei der Verleihung des Goldenen Lenkrads der „Bild am Sonntag“ davor gewarnt hatten, das Zulieferer in Zahlungsschwierigkeiten geraten werden, wenn die Banken nicht bereits sind, das laufende Geschäft zu refinanzieren. Wenn das Ranking der Kunden in den USA so weit sinke, dass sich die Kreditversicherer zurückziehen, könne das nicht ohne Folgen für das Ranking der Zulieferer selbst bleiben, so Experten. Die Zulieferer und deren Zulieferer wiederum werden demnach verstärkt Probleme haben, an Kredite zu kommen, und sie werden dafür höhere Preise zahlen müssen. Das wird auch für die Zulieferer gelten, die auf eine ausreichend große Kapitaldecke verweisen können. Denn die Erfahrung mit Ratingagenturen wie mit Banken lehrt, dass meist die komplette Branche über denselben Kamm geschert wird. Besonders Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte am Mittwoch darauf hingewiesen, dass der Ausfall eines Zulieferers für die Automobilhersteller ein teures Problem darstellen kann. Mehr als zwei Drittel der Teile eines Autos werden zugeliefert.
Außerdem ist die Entwicklung neuer Technologien mit großen Kosten für die Zulieferer verbunden. Die müssen damit in der Regel in die Vorlage treten, bis die Lieferungen bezahlt werden. Da fordern Insider neue Lösungen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit an, damit die zu erwartenden Kredit-Engpässe nicht die Innovationskraft der deutschen Automobilindustrie beschädigen.
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